Holunderblütensirup

Im Mai und Juni steht der Schwarze Holunder vielerorts in voller Blüte. Seine weißen, duftenden Blütendolden findet man häufig an Waldrändern, auf Lichtungen und in Feldhecken entlang der Wege. Manchmal wachsen die Sträucher zu stattlichen, beinahe baumartigen Gewächsen heran. Für diesen Sirup benötigen wir etwa 25 bis 30 große Blütendolden – am besten frisch gesammelt an einem trockenen, sonnigen Tag.

  1. Die Holunderblütendolden vorsichtig ausschütteln, um kleine tierische Mitbewohner zu entfernen. Dabei möglichst nicht zu kräftig vorgehen, damit der wertvolle Blütenstaub erhalten bleibt.
  2. Das Wasser zusammen mit dem Zucker und der Zitronensäure unter Rühren aufkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  3. Zitrone und Orange unter heißem Wasser gründlich abwaschen und anschließend in dünne Scheiben schneiden.
  4. Die Holunderblüten abwechselnd mit den Zitronen- und Orangenscheiben in ein großes, sauberes Gefäß schichten.
  5. Das heiße Zuckerwasser darüber gießen, bis alles gut bedeckt ist.
  6. Das Gefäß abdecken und den Ansatz an einem kühlen Ort, beispielsweise im Keller, drei bis vier Tage ziehen lassen. Etwa einmal täglich vorsichtig umrühren.
  7. Anschließend den Ansatz durch ein sauberes Küchentuch abseihen. Blüten und Fruchtscheiben dabei gut ausdrücken.
  8. Den aufgefangenen Sirup nochmals kurz aufkochen und noch heiß in saubere, sterilisierte Flaschen füllen. Sofort luftdicht verschließen.

Den fertigen Sirup kühl und dunkel lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Serviertipp: Der Holunderblütensirup schmeckt wunderbar als sommerliche Erfrischung mit eisgekühltem Mineralwasser. Wer es etwas festlicher mag, mischt ihn mit Prosecco zu einem leichten Aperitif.

Zutaten

ca. 30 Holunderblüten
1 Zitrone (unbehandelt)
1 Orange (unbehandelt)
1 l Wasser
1 kg Zucker
25 g Zitronensäure

Tipp

Die beste Tageszeit zum Pflücken ist der spätere Vormittag, wenn der Tau, der sich morgens in den Dolden sammelt, bereits verdunstet ist. Regenperioden oder Zeiten großer Hitze sollte man für die Ernte meiden.

Zum Sammeln eignen sich Papiertüten oder ein Korb. In Plastiktüten entsteht schnell ein Klima, das den Holunderblüten nicht bekommt – sie fallen zusammen und verlieren ihr Aroma.

Braune Bierflaschen mit Henkelverschluss haben sich als attraktive Behältnisse für den Sirup bewährt.